"Die Festspiele machen uns einzigartig"
Beim Schirmherrenempfang vor der Premiere „Vom Hussenkrieg“ lobte Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Gemeinschaftsleistung und ging auf die aktuelle Botschaft des um 1430 spielenden Stücks ein.
Neunburg vorm Wald, 08.07.2026 - Klirrende Schwerter, heller Feuerschein und donnernde Kanonen: Die Neuinszenierung des Festspiels „Vom Hussenkrieg“ feierte im Neunburger Burghof eine grandiose Premiere. 120 Akteure vor und hinter der Bühne ließen regionale Geschichte auf eindrucksvolle Weise lebendig werden. Das begeisterte Publikum – darunter auch Schirmherr Franz Löffler mit Frau Andrea – spendete am Ende stehenden Applaus auf der ausverkauften Tribüne.
Seit über 40 Jahren stehen die Burgfestspiele für jede Menge Spannung und Emotion sowie lebendiges Theater. Die Hussiten fallen im Herbst 1433 in die heutige Oberpfalz ein, plündern Vieh und Vorräte. Pfalzgraf Johann steht vor einer folgenschweren Herausforderung: Lässt er die Angreifer mit ihrer Beute ziehen oder greift er ein? In dieser Saison dürfen sich die Gäste auf ein von den Regisseurinnen Karin Michl und Verena Hergl umfangreich überarbeitet Stück freuen.
Frieden und Freiheit keine Selbstläufer
Zwischen den Szenen im Festspiel und unserer Zeit liegen fast 600 Jahre. Und doch ist dessen Botschaft aktueller denn je. „Der Hussenkrieg ist ein Stück Heimat, das verdeutlicht, dass Frieden und Freiheit keine Selbstläufer sind und immer neu verteidigt werden müssen“, sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Es ist ein eindringliches Plädoyer gegen Krieg und für Menschlichkeit und Verständigung. Und die Kultur biete die beste Möglichkeit, diese Botschaft publik zu machen.
Zum Schirmherrenempfang vor der Premiere begrüßte Bürgermeister Martin Birner zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Rathaus. Manuel Winkler, Vorsitzender des Festspielvereins, stellte Löfflers besondere Verbindung zu den Schauspielen im Nachbarlandkreis Cham heraus.
„Die Festspiele machen uns einzigartig“, betonte der Bezirkstagspräsident. Im ländlichen Raum gebe es so viele kulturelle Veranstaltungen, deren Qualität locker mit den Angeboten in Staats- und Landestheatern mithalten könne, so Löffler. Abschließend lobte der Schirmherr die Gemeinschaftsleistung der Neunburger und wünschte dem Ensemble eine erfolgreiche Saison mit vielen Zuschauern.
Weitere Termine
Nach dem offiziellen Auftakt stehen vier weitere Aufführungen auf dem Programm: Freitag, 10. Juli; Samstag, 18. Juli; Freitag, 24. Juli; Samstag, 25. Juli (jeweils um 20.30 Uhr).



