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Klimaschutzkonzept

Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes – Was ist zu tun?

Das Klima­schutz­konzept des Bezirks Oberpfalz soll bis zum Herbst 2022 fertiggestellt werden. Ziel des Klimaschutzkonzeptes ist es, die Treibhausgasemissionen des Bezirks Oberpfalz systematisch zu erfassen, zu verringern und zu vermeiden.

Zeitplan Klimaschutzkonzept

Was so ein Konzept enthalten muss, ist durch die Kommunalrichtlinie vorgegeben:

Abbildung aus: Difu-Praxisleitfaden – Klimaschutz in Kommunen      

1.    Bestandsaufnahme, Energie- und Treibhausgasbilanz

2.    Potenzialanalyse

3.    Maßnahmenkatalog

4.    Kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung 
        von Treibhausgasemissionen

5.    Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Controlling und 
        Management

6.    Kommunikationsstrategie

Zu Beginn der Arbeit steht die Bestandsaufnahme
Wo steht der Bezirk Oberpfalz beim Klimaschutz? Was ist zu tun? Was ist bisher erfolgt? Wo können wir ansetzen? Welche Emissionsquellen spielen eine große Rolle? Wo liegen die größten Potentiale und wo sind mit geringem Aufwand Energieeinsparungen möglich? Die quantitative und qualitative Datenerhebung nimmt in der Praxis viel Zeit ein und muss sehr sorgfältig erfolgen – schließlich ist sie die Basis für die Bilanzierung der Treibhausgas­emissionen für alle nachfolgenden Jahre!

Die Erstellung der Energie- und Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) ist ein zentraler Bestandteil des Konzeptes. Bei der THG-Bilanz wird ermittelt, wie viel Energie (Strom, Heizenergie, Prozesswärme, Kraftstoffe etc.) in den jeweiligen Bereichen verbraucht wird und welche Energieträger zur Strom- und Wärmeversorgung eingesetzt werden. Die Bilanz ist Planungsgrundlage und unterstützt dabei, Prioritäten aufzuzeigen und Entscheidungen begründen. Auf die Bilanzierung aufbauend können Potenziale und Szenarien für Klimaschutzmaßnahmen berechnet werden. Zudem dient die THG-Bilanz der Entwicklung von Indikatoren, wie beispielsweise der Anteil von erneuerbaren Energien in der Kommune.

Potenzialanalysen mit Minderungszielen werden für einzelne Bereiche erstellt. Dabei wird das technisch und wirtschaftlich umsetzbare Potenzial dargestellt.

Ausgehend von der quantitativen und qualitativen Ist-Analyse, den Potentialanalysen sowie der THG-Bilanz erfolgt im nächsten Schritt die Ziel- und Maßnahmen­planung: Hier werden grundlegende Parameter festgelegt (z.B. Bilanz- und Systemgrenzen: Welche Standorte sollen bilanziert werden? Welche klimarelevanten Prozesse und Aktivitäten?) und anschließend kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen geplant. Das Ergebnis dieses Prozesses ist das Klimaschutzprogramm (Maßnahmenkatalog), ein Handlungskonzept mit Prioritäten.

Am Ende des Klimaschutzkonzeptes muss ein Verfahren vorgeschlagen werden, mit dem in regelmäßigen Abständen überprüft wird, ob die formulierten Ziele im Klimaschutz erreicht wurden (Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Controlling und Management) und wie das Klimaschutzmanagement dauerhaft in der Verwaltung verankert werden kann (Verstetigungsstrategie).

In der Kommunikationsstrategie wird beschrieben, wie die Kommunikation und Berichterstattung aussehen soll – sowohl innerhalb der Bezirksverwaltung als auch nach außen (politische Gremien, Vertragspartner, Öffentlichkeit)

Die Einbeziehung aller relevanten Akteure, insbesondere der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirks Oberpfalz ist dabei ganz besonders wichtig – denn: Klimaschutz wird von Menschen vorangebracht und lebt vom Mitmachen!