Besucher erwartet beim 45. Nordgautag im Juli in Roding ein vielfältiges Programm
Stadt und Kulturbund richten das Kulturfest der Oberpfälzer unter dem Motto "Stadt-Land-Regen“ mit 20 Veranstaltungsorten aus. Ein Highlight wird der neue Festwagen. Ministerpräsident Markus Söder ist Schirmherr.
Roding, 24. Februar 2026 - "Das Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag“ geht in diesem Jahr im Landkreis Cham über die Bühne: Unter dem Motto „Stadt, Land, Regen“ präsentiert sich Roding vom 16. bis 19. Juli mit seiner ganzen kulturellen Vielfalt. Und die Vorfreude ist bereits fünf Monate vor der Großveranstaltung riesig, wie Bürgermeisterin Alexandra Riedl und Gerhard Schiechel, Präsident des Oberpfälzer Kulturbundes, bei einer Pressekonferenz im Rathaus unisono betonten.
Angelehnt an den Spieleklassiker "Stadt - Land - Fluss" soll das Motto die einzigartige Identität der Region widerspiegeln. Mit 90 Ortsteilen sei Roding nicht nur städtisch, sondern auch ländlich geprägt, so Riedl. Der Regen sei Namensgeber und Lebensader: Früher entscheidend für die Ansiedlung, heute verbindendes Element.
Schiechel: "Vier Festtage, die in Erinnerung bleiben werden"
"Die Stadt Roding als Tor zum Bayerischen Wald vereint Geschichte, Natur und Lebensqualität auf besondere Weise", sagte Schiechel, der sich für die Gastfreundschaft bedankte. Alle, die sich beim Kulturfest in Roding treffen, werden vier Festtage erleben, die noch lange in Erinnerung bleiben werden, ist der OKB-Präsident überzeugt. Und weiter: "Der Oberpfälzer Kulturbund und Roding rocken die Region mit Tradition und Inspiration - beim Kulturfest im Juli!"
Das Plakat: Leonidas Lautenschlager kreierte Gewinnermotiv
Wie bei jedem Kulturfest hat der Oberpfälzer Kulturbund mit der Stadt einen Schülerwettbewerb durchgeführt, dessen Gewinnerbild das Motiv der Veranstaltung prägen soll. Das Motiv vereint die Wahrzeichen Rodings zu einem harmonischen Gesamtbild: Die Eisenbrücke über den Fluss Regen, der Kirchturm und die Flussbühne, die sanft im Fluss eingebettet ist.
Das Programm: Kultur zum Hören, Sehen und Mitmachen
An über 20 Veranstaltungsorten – vom Esper über Vereinsheime, Schulen bis hin zum Rathaus und lokalen Einrichtungen – wird die Stadt zur großen Bühne.
- Musik & Show: Neun Programmpunkte decken alles ab – vom Eröffnungskonzert mit dem Nordbayerischen Musikbund über einen Kleinkunstnachmittag bis hin zu DJ-Set und Live-Bands.
- Kunst & Wissen: Sechs Ausstellungen, zwei Lesungen in der Stadtbibliothek und fünf interaktive Vorträge laden dazu ein, in die Geschichte und Seele der Heimat einzutauchen.
- Aktiv & Kreativ: Wer selbst aktiv werden möchte, ist bei den Sportereignissen (Radführungen, Schnupperschießen oder Eisstockschießen) oder Workshops (Schafkopfkurs, Graffiti oder Kunstworkshop der Behindertenwerkstätte) richtig.
- Entdecken & Erleben: Sieben Themenführungen führen zum Heilbrünnl, zur Angermühle oder auf eine humorvolle Wirtshaus-Wanderung. Zudem locken der Bauernmarkt sowie ein Kunsthandwerker- und Floristenmarkt. Auch die Ortsteile werden gebunden. "Höhepunkte sind die Tage der offenen Tür, etwa im Dorftreff in Kalsing oder im Platzerstadl", ergänzte Eventmanager Sebastian Gabler.
Darüber hinaus wird es international durch den Besuch der Partnerstadt Budapest. Gemeinsam mit dem Multi-Kulti-Verein laden die Ungarn zu einer kulinarischen Reise ein. Trotz aller Moderne bleiben die Eckpfeiler des Nordgautags fest verankert: Die Verleihung der Nordgaupreise und der große Festumzug am Sonntag bilden die glanzvollen Höhepunkte. Das detaillierte Programm wird noch via Flyer, Heft sowie auf der Website www.stadt-land-regen.de veröffentlicht.
Der Festwagen: Fahrzeuggeschichte trifft zeitgemäßes Design
Ein Highlight des Festumzugs wird der neue Festwagen der Stadt. Für die Gestaltung ist Architekt Florian Brunner vom Büro quadrat45° verantwortlich. Der Festwirt des Volksfestes, Stefan Fichtl, stellt dafür seinen blauen Oldtimer-Mercedes-Transporter zur Verfügung. Auf der Ladefläche wird das Leitmotiv „Stadt-Land-Regen“ plastisch zum Leben erweckt. Die Zeichnung von Leonidas Lautenschlager wurde hierfür aufgelöst und in eine dreidimensionale Form gebracht. Rodings Innenstadt und die markante Regenreibn bilden den Sockel. Der Kirchturm und die Häuserfronten ragen senkrecht empor. Gekrönt wird der Wagen vom Ritter aus dem Stadtwappen, so Brunner. Der Ritter wirkt mit seinem hölzernen Körper und dem locker angeordneten Roding-Schriftzug wie der "Regent einer überdimensionalen, fahrenden Spielzeugkiste".
Hintergrund: Die Nordgautage sind seit 1927 zentrale Festveranstaltungen der Kultur- und Heimatpflege, fördern das kulturelle Zusammengehörigkeitsgefühl in der Oberpfalz und dem ehemaligen Nordgau. Seit 1969 setzt der Oberpfälzer Kulturbund die Nordgautage unter thematischen Schwerpunkten fort, gefördert werden unter anderem Musik, Sprach- und Volkskultur, Industrie und Kunst. Die Veranstaltungen fanden bereits in zahlreichen Städten der Oberpfalz statt und dokumentieren die regionale Vielfalt von Tradition, Kultur und Geschichte. Als Demonstration lebendiger Kultur und Traditionspflege in der Oberpfalz werden die Nordgautage im zweijährigen Turnus fortgesetzt – seit 2018 unter dem Namen „Das Kulturfest der Oberpfälzer – Bayerischer Nordgautag“.



