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Bezirk treibt Großobjektedepot im Freilandmuseum Oberpfalz weiter voran

Trotz eines abgelehnten Antrags auf Förderung beim Bund hält der Bezirk an dem wichtigen Neubau eines Großobjektedepots fest. Zahlreichen Aktiven im Bereich Kultur, Musik und Sport sichert der Kulturausschuss finanzielle Unterstützung zu. 

Flossenbürg/Regensburg, 15.07.2026 - Dass das Freilandmuseum Oberpfalz in Neusath-Perschen ein Großobjektedepot braucht, steht außer Frage. Das machte Bezirkstagspräsident Franz Löffler in der jüngsten Kulturausschusssitzung in Flossenbürg deutlich. Das Projekt soll weiter vorangetrieben werden, auch wenn ein wichtiger Antrag auf Förderung abgelehnt worden ist.

Der Kulturausschuss hatte den Bau bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Die Verwaltung trieb die Planungen voran, insbesondere wurden Förderanträge gestellt. Denn die Kostenberechnung sah rund sieben Millionen Euro für das Projekt vor, der Bezirk strebte eine Förderquote von rund 50 Prozent an. Wichtigster Zuschussgeber sollte der Bund werden: Hier wurde im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ ein Antrag in Höhe von 3,3 Millionen Euro gestellt. Dieser Antrag wurde allerdings vollständig abgelehnt. „Es bringt auch nichts, noch abzuwarten. Dieses Geld werden wir nicht bekommen“, sagte Löffler, der die Bezirksräte über den aktuellen Sachstand informierte.

Mehr als 1,6 Millionen Euro Förderungen sind zugesagt

Jedoch gibt es von anderen Stellen positive Signale, außerdem ist man gemeinsam mit dem Architekten im Gespräch, wie bauseitig Kosten eingespart werden können. „Die Grundkonstruktion werden wir nicht verändern, denn der Bau ist sehr gut in die Topografie des Geländes eingepasst“, erläuterte Löffler. Aufgrund der Hanglage böten zwei statt drei Geschosse kaum Einsparpotenzial – denn dann werde statt des untersten Geschosses eine aufwendige Fundamentierung notwendig. Stattdessen sollen nun die oberen beiden Geschosse etwas kleiner werden: 360 Quadratmeter weniger machen das Projekt um knapp 600.000 Euro günstiger. Für die neuen Gesamtkosten von dann rund 6.396.000 Euro gibt es seitens des Kulturfonds Bayern, des EU-Förderprogramms LEADER, der Bayerischen Landesstiftung, der Stadt Nabburg, des Landkreises Schwandorf sowie des Fördervereins des Museums positive Rückmeldungen für Förderungen von insgesamt 1.620.000 Euro, sodass der Bezirk nach aktuellem Stand circa 4.776.000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen muss.

Der Kulturausschuss nahm den aktuellen Sachstand zur Kenntnis und beschloss einstimmig, das Projekt weiter voranzutreiben – die Bereitstellung der Haushaltsmittel soll bei der Haushaltssitzung des Bezirkstags auf die Tagesordnung.

 Zuschüsse für Engagement in der Heimatpflege, Musik und Sport bewilligt

Der Kulturausschuss des Bezirkstages der Oberpfalz befasste sich darüber hinaus mit Förderanträgen von Aktiven im Bereich Heimatpflege, Musik und Sport. 4000 Euro erhält der Historische Verein für die Oberpfalz und Regensburg zur Herausgabe des 166. Verhandlungsbandes. Das Ostbayerische Jugendsinfonieorchester wird mit 5.500 Euro gefördert. Der Jungen Philharmonie Ostbayern bewilligte der Ausschuss für die Projektwochen für talentierte Musikerinnen und Musiker einen Zuschuss von 2.600 Euro. Auch dem Antrag des Regionalausschuss Oberpfalz Süd auf einen Zuschuss von 600 Euro für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ wurde einstimmig stattgegeben.

Zur Förderung des Sports gewährt der Bezirk dem BLSV und den Sportfachverbänden auf Bezirksebene 2026 insgesamt 124.000 Euro. Die Bayerische Sportjugend im BLSV – Sportbezirk Oberpfalz erhält 7.700 Euro, hinzu kommen 4000 Euro für das Projekt „Bildungsnetzwerke im Sport – Bewegtes Lernen in Krippe und Kita“. Der Oberpfälzer Schützenbund und der Schützenbezirk Oberpfalz erhalten wie in den Vorjahren zusammen 20.000 Euro.

Ziel der Maßnahme ist es, ein Depotgebäude zu bauen, das eine fach- und sachgerechte, dauerhafte Lagerung und Bewahrung der am Freilandmuseum vorhandenen Großobjekte – unter anderem sind damit etwa Fahrzeuge und Landmaschinen gemeint – ermöglicht. Foto: Eva Gröninger/FMO