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Berufsfachschule für Musik: 26 Talente haben ihr Zeugnis in der Tasche

Gänsehaut-Momente, tosender Applaus und vier Top-Absolventen: So war die Zeugnisverleihung des Abschlussjahrgangs 2026 an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg.

Sulzbach-Rosenberg, 30. Juli 2026 - Nicht mit Pauken und Trompeten – das wären die wenigen Instrumente, die nicht zu hören waren –, dafür mit großem Jubel, berührenden Musik- und Gesangsaufführungen sowie vier Bestnoten ging am Donnerstag für 26 junge Musiktalente ein Kapitel zu Ende. Schulleiter Dominik Lehmeier überreichte – selbst sichtlich stolz auf die Leistungen seiner Schützlinge – den Absolventinnen und Absolventen an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg ihre Zeugnisse. Diese markieren aber nicht nur einen Abschluss, sondern öffnen auch viele Türen.

Seitens des Bezirks Oberpfalz zählten Heimatpfleger Dr. Tobias Appl sowie die Bezirksrätinnen und -räte Gabriele Bayer, Richard Tischer und Bruno Lehmeier zu den Gästen der Feier. Sie bekamen ein fulminantes Finale der zwei Schuljahre, die der Abschlussjahrgang 2026 nun hinter sich hat, zu hören. Denn die Schülerinnen und Schüler gestalteten ihre Zeugnisverleihung selbst – mit Stücken aus der Fledermaus, der Jazzbalade „Misty“ von Errol Garner und einem eigenen Chor-Arrangement von Victor Youngs „When I Fall In Love“, um nur Beispiele zu nennen.

„Wir haben hier lauter junge, musikbegeisterte Menschen, es ist einfach ein toller Job“, brachte es der Schulleiter auf den Punkt. Dies äußere sich auch in den vielen Top-Noten. „Statt drei haben wir heuer sogar vier Jahrgangsbeste. Platz zwei ist durch einen identischen Notendurchschnitt doppelt besetzt“, sagte Lehmeier. Jahrgangsbeste ist Emilia Bolz mit einem Schnitt von 1,13. Smilla Maier und Marian Metsch erreichten jeweils die Topnote von 1,22. Tabitha Badstübner schloss ihre musikalische Ausbildung mit einem sehr guten 1,23er-Schnitt ab.

Weichen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft gestellt

Nicht nur für die Jahrgangsbesten sind die Weichen für eine berufliche Zukunft in der Musik gestellt. „Dieses Jahr haben wir die sensationelle Quote von 100 Prozent im Fachbereich Klassik, die eine Hochschule besuchen wollen“, so Lehmeier weiter. Beliebte Adressen sind neben den bayerischen Hochschulen in München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg auch die renommierten Hochschulen in Köln, Berlin und Wien. „Eigentlich kann man sagen: An allen bekannten und namhaften Hochschulen in Deutschland kennt man die BFSM in der Oberpfalz. Das ist schon toll.“

Bezirkstagspräsident Franz Löffler, vertreten durch den Schulleiter, ließ seine herzlichen Glückwünsche an die Absolventinnen und Absolventen ausrichten. In seinem Gruß bescheinigte auch er ihnen das Rüstzeug für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Die Schule, deren Trägerschaft der Bezirk Oberpfalz seit dem Start des Schulbetriebs im Schuljahr 1984/85 alleine übernommen habe, wirke nicht nur als hochqualifizierte Ausbildungsstätte für musikalische Bildung, sondern auch als Motor für das Kulturleben in der Oberpfalz und weit darüber hinaus.

Schulleiter Dominik Lehmeier mit drei von vier der Jahrgangsbesten (von links): Emilia Bolz, Smilla Maier sowie Tabitha Badstübner. Der vierte im Bunde, Marian Metsch, musste sich für die Zeugnisvergabe leider entschuldigen. Fotos: Heidenreich/ Bezirk Oberpfalz
Für Gänsehaut pur sorgten die Absolventinnen und Absolventen unter anderem bei ihrem gemeinsamen, von Absolventin Elisa Kloos selbst arrangierten (und dirigierten) Chorauftritt.