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Kunst im Freiland

Ausstellung einer Landart-Fotodokumentation im Foyer der Bezirksverwaltung bis 04. Oktober 2019

REGENSBURG. Eine Steinspirale im Wald, mit Holzkohle gezeichnete Tiere auf Stofffahnen zwischen den Bäumen flatternd, Äpfel aus Lehm stecken am Lattenzaun: Bis zum 04. Oktober ist im Foyer der Bezirkshauptverwaltung in Regensburg die Fotodokumentation über eine viertägige Landart-Kunstaktion zu sehen, die 2018 im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen stattgefunden hat. „Neben seinen Leistungen im Bereich Soziales und Kultur engagiert sich der Bezirk auch für die Idee einer nachhaltigen Lebensweise“, machte Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Bezirkssozialverwaltung, bei der heutigen Ausstellungseröffnung deutlich und verwies dabei auf die als Umweltstation anerkannte Bezirkseinrichtung Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen. „Das Freilandmuseum erhielt diese Anerkennung zu dem Zeitpunkt, als wir mit diesem Landart-Projekt im Juni 2018 begonnen haben“, sagte Dr. Birgit Angerer, Leiterin des Museums. Für sie sei dieses Qualitätsprädikat des Bayerischen Umweltministeriums eine Auszeichnung für die seit vielen Jahren aktiv betriebene außerschulische Bildungsarbeit des Museums.

Die Museumsleiterin hatte vom 31. Mai bis 03. Juni 2018 unter dem Motto „Kunst im Freiland“ Jugendliche und junge Erwachsene eingeladen, auf dem Museumsgelände im Stil der „LandArt“ Kunstinstallationen mit Lehm, Holz und weiteren Naturmaterialien zu schaffen. Die Aktion fand statt im Rahmen der im Jahr 2016 von Umweltbildung. Bayern ins Leben gerufenen bayernweiten Kampagne „Gemeinsam KunstWerkZukunft in Bayern inspirieren und ermöglichen“. 17 Umweltstationen aus ganz Bayern und ihre Partner haben an der Aktion teilgenommen. Partner des Freilandmuseums in der Oberpfalz waren der Berufsverband bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz, das Oberpfälzer Künstlerhaus, die Volkshochschule Regensburg und die Umweltstation Kloster Ensdorf. Vor Ort wurden die jungen Kunstmacher in ihrer Arbeit unterstützt von den bildenden Künstlern Gisela Conrad und Günter Klobouk, die Projektbetreuung hatte Lorenz Burger inne. Ziel der Aktion war es, den jungen Menschen mit kreativen Mitteln die Bedeutung von Nachhaltigkeit für eine zukunftsorientierte Lebensweise zu vermitteln. 

Die Kunstmacher setzten das bisher kleinste neue Gebäude im Museumsweiher ein (Bildrechte Klaus Kurz)

Für den Regensburger Künstler Günter Klobouk war das Projekt ein Erfolg: "Mit den jungen Leuten gemeinsam vier Tage lang naturnahe Räume zu gestalten und mit den Materialien zu experimentieren, war eine schöne Erfahrung für alle Beteiligten. Das Freilandmuseum hat es möglich gemacht, unbeschwert über eine klimafreundliche Zukunft nachzudenken, dafür meinen Dank." Der Profi-Fotograf Klaus Kurz hat sowohl den Schaffensprozess der Landart-Aktion wie auch die fertigen Kunstwerke und deren Vergänglichkeit in Bildern festgehalten. 

Lehmknödel im Lattenzaun (Bildrechte Klaus Kurz)

„Für uns war es das Schönste, diese Objekte zu schaffen, und sie dann mit gutem Gefühl einfach der Natur zu überlassen“, sagen die jungen Kunstmacher Magdalena Christl Maier, Simon Ruhland und Fynn Zumstrull.

Die Fotodokumentation ist bis zum 04. Oktober während der Öffnungszeiten des Bezirks im Foyer der Bezirksverwaltung, Ludwig-Thoma-Straße 14, in Regensburg zu sehen.