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„Wenn i a Musi här…“ – die Oberpfalz und ihre Zwiefachen

Das Logo des Zweifachtages: Zwei tanzende Tubas ineinander verschlungen

Programm und Anmeldeformular

Lebendig und unterhaltsam verspricht der Zwiefachentag am 25. Mai 2019 in Furth im Wald zu werden, der gemeinsam von der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz, dem Kulturreferat des Landkreises Cham und der Stadt Furth im Wald veranstaltet wird. An diesem Samstag steht der insbesondere auch in der Oberpfalz sehr beliebte und weit verbreitete Zwiefache, der es 2016 auf die Landes- und Bundesliste des Immateriellen Kulturerbes geschafft hat, im Mittelpunkt.

Zur Eröffnung um 11 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses singen Kinder der Grundschule Furth im Wald mit dem stellvertretenden Bezirksheimatpfleger Florian Schwemin Zwiefache. Nach einer Einführung durch Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl folgen zwei Vorträge zur Geschichte und Gegenwart des Zwiefachen im Raum Furth im Wald: Sepp Roider widmet sich früheren Musikkapellen und überlieferten Zwiefachen aus Furth im Wald und Umgebung. Werner Perlinger befasst sich mit der Entwicklung von den Türmern zu den ersten städtischen Musikkapellen.

Um 13:05 Uhr lädt Heinz Winklmüller zu einem Spaziergang durch die Further Stadtgeschichte ein. Mit Schauspiel- und Musikeinlagen geht es auch um Gasthäuser und gelebte musikalische Tradition vor Ort.

Am Nachmittag stehen unterschiedliche kostenlose Musizier-, Sing- und Tanzworkshops mit namhaften Referentinnen und Referenten auf dem Programm. Neben Kursen für Bläser, Streicher, Saiteninstrumente und Dudelsack werden auch das rhythmische Begleiten von Zwiefachen auf Cajons und eine kreative Zwiefachen-Textwerkstatt angeboten. Dazu gibt es Sing- und Tanzworkshops sowie eine Fortbildung zur Vermittlung von Zwiefachen an Kinder. Auch in den zwei Further Seniorenheimen wird zum Mitsingen eingeladen. Das breitgefächerte Angebot richtet sich an Groß und Klein, an Laien und Profis.

Nicht nur für Familien bietet sich ein Ausflug zur Hammerschmiede im Further Stadtteil Voithenberghammer an. Hier finden ein Tanz- und ein Singworkshop statt. Außerdem öffnet der Trachtenverein „Die Pastritztaler“ seinen Museumsstadl und führt die alte Schmiede vor.

Auch ohne Teilnahme an einem Workshop lohnt es sich, am 25. Mai nach Furth im Wald zu kommen. Bereits ab 10:30 Uhr spielen verschiedene Musikgruppen im Innenhof des ehemaligen Amtsgerichts auf, unter anderem die Kloane Blasmuse unter der Leitung von Sepp Blaha, das Blasorchester Furth im Wald unter Adi Altmann und die Volksmusikgruppe des Joseph-von-Frauenhofer-Gymnasiums Cham mit Siegi Mühlbauer. Zusätzlich besteht hier die Möglichkeit zum spontanen Musizieren. Hierzu genügt es, sich kurz im Veranstaltungsbüro im Ausstellungsraum des Rathauses zu melden. Dort präsentieren sich neben den drei Veranstaltern auch der Bayerische Landesverein für Heimatpflege, die Oberpfälzer Volksmusikfreunde und die Landkreismusikschule. Speziell für den Zwiefachentag wurde auch eine kleine Ausstellung mit Noten und Instrumenten aus dem Oberpfälzer Volksmusikarchiv des Bezirks Oberpfalz (OVA), den Sammlungen der Further Volksmusik, von Herbert Wirrer und aus der Sammlung Griesbeck konzipiert. Diese Ausstellung ist bereits ab dem 22. Mai bis zum 2. Juni im Ausstellungsraum des Rathauses zu sehen.

Wer stimmungsvolle Unterhaltung zu Kaffee und Kuchen sucht, ist ab 14:30 Uhr im Gasthof Mühlberger gut aufgehoben. Unter dem Titel „Zwiefach ist net oafach“ wartet die Further Volksmusik unter der Leitung von Martha Wutz mit einem unterhaltsamen Programm auf.

Die Abendveranstaltungen werden um 19:00 Uhr durch Bezirkstagspräsident und Landrat Franz Löffler und den Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Sandro Bauer, im Gasthaus zum Bay eröffnet. Anschließend sorgen die Blaskapelle Schießl im Gasthof zum Bay, die Regensburger Wirtshausmusikanten und die Further Tanzlmusi im Kolpinghaus, die Gruppe MWE im Stangerl am Platzl, die Domažlická dudácká muzika im Café VIP und ein Streicherstammtisch unter der Leitung von Franz Maier im Café Mokka für einen stimmungsvollen Ausklang, bei dem auch Tanzwütige nicht zu kurz kommen.

Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit der Länderbahn möglich.