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Ambulante und stationäre Hilfe zur Pflege aus einer Hand

REGENSBURG. Viele ältere Menschen können die Pflege in den eigenen vier Wänden nicht finanzieren, weil sie nur über ein geringes Einkommen und Vermögen verfügen und die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen. Die Lücke zu den Pflegekosten schließt die Sozialhilfe.

Seit 1. Januar 2019 gibt es für die ambulante Hilfe zur Pflege eine wichtige Änderung: Die Zuständigkeit für diese Form der Sozialhilfe ging von den örtlichen Sozialämtern auf den Bezirk Oberpfalz über. Das Bayerische Teilhabegesetz hat dafür die gesetzliche Grundlage geschaffen.

"Der Bezirk Oberpfalz ist auf diesen Zuständigkeitswechsel bestens vorbereitet, um für die betroffenen Menschen den Übergang ihrer Leistungen sicherzustellen. Aktuell versendet die Bezirkssozialverwaltung die Bescheide“, so Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

Die Zusammenlegung von ambulanter und stationärer Hilfe zur Pflege bei den Bezirken entspringt auch dem Wunsch der Betroffenenverbände und des Landkreis- und Städtetages. Der Bezirk übernimmt die Sachbearbeitung und die Kosten, die Hilfe vor Ort erbringt wie bisher der jeweilige ambulante Pflegedienst.

Der Bezirk Oberpfalz baut außerdem sein Beratungsangebot deutlich aus. So soll sichergestellt werden, dass jeder Antragsteller die für ihn passende Hilfe bekommt.
Seit Herbst 2018 bieten Fachleute des Bezirks vor Ort Sprechstunden im Landratsamt Cham und im Rathaus der Stadt Weiden an. Die Sprechstunden umfassen eine kostenlose und unabhängige Erstberatung zu Fragen in den Bereichen Hilfe zur Pflege sowie Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Im Laufe der nächsten Monate werden auch bei den übrigen Landratsämtern und kreisfreien Städten in der Oberpfalz regelmäßige Sprechtage angeboten.

Grundsätzlich besteht für alle Hilfeempfänger Bestandsschutz. Leistungen, die die örtlichen Sozialhilfeträger mit Stand 31.12.2018 geprüft und bewilligt haben, bleiben bestehen. Ändern sich zum Beispiel Pflegegrad, Einkommen oder Vermögensverhältnisse bewertet der Bezirk seit 01.01.2019 den Hilfefall neu. Ebenso prüft er seit 01.01.2019 die Voraussetzungen bei Erstanträgen