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Wallfahrtsmuseum Neukirchen b.Hl.Blut

WALLFAHRTSMUSEUM NEUKIRCHEN B.HL.BLUT

vom 07.04. bis 03.10.2016

Marktplatz 10 • 93453 Neukirchen b. Hl. Blut Tel. 09947 94 08 23 • www.wallfahrtsmuseum.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9–12 und 13–17 Uhr Samstag, Sonntag, Feiertage 10–12 und 13–16 Uhr

Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut zeichnet Wege der Trach­tenforschung und Trachtenpflege zwischen Hohenbogenwinkel und Zellertal seit dem ausgehenden 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nach. Drei Persönlichkeiten und ihre Einstellung zur „Trachtensache“ werden mit Fotografien, Zeichnungen, Aquarellen, Archivalien und Trach­tenstücken skizziert. Der in Eschlkam geborene Schriftsteller Maximilian Schmidt genannt Waldschmidt (1832–1919), der Trachtenforscher und Künstler Oskar von Zaborsky (1898–1959) und der Trachtenpfleger Conrad Krämer (1879–1962), als „Ostmark-Onkel“ bekannt, formten mittels ihrer Schriften und Aktivitäten weit über den Bayerischen Wald hinaus das Bild der Tracht dieser Region.

Die Kulturreferentin des Landkreis Cham, Frau Kleindorfer-Marx (2.v.li.) mit Volksmusikern des HVTV DWaldlerbuam KötztingWaldschmidt organisierte 1895 einen historischen Trachten-Festzug  anlässlich des Münchener Oktoberfestes, an dem auch zahlreiche Trach­tenträger aus der Oberpfalz teilnahmen. Wegen seines Interesses an Volkstrachten wurde er auch „Kostüm-Schmidt“ genannt. Der in Prag, Weimar und Berlin ausgebildete Volkskundler und Künstler Oskar von Zaborsky lebte und arbeitete seit 1946 in Leckern bei Kötzting und führte seine schon in den 1930er Jahren begonnene Trachtenfor­schung und Trachtenerneuerung im Bayerischen Wald/Böhmerwald und in der Oberpfalz fort. Eng mit ihm verbunden war Conrad Krämer, der 1936 eine Trachtengruppe aus Kötzting zur Olympiade nach Berlin führte und als „Volkstrachtenträger“ sehr populär wurde.

In der Schausammlung des Wallfahrtsmuseums ist darüber hinaus der Trachtenschmuck der Antiquitätenhändlerin Kreszenz Madl (1870–1958) aus Neukirchen b. Hl. Blut zu sehen: silber- und goldfiligrane Kropfketten, Ringe, Geschnürstifte, Broschen und Anhänger sowie Rosenkränze.

Begleitprogramm

Mittwoch, 6. April 2016, 17.30 Uhr

Ausstellungseröffnung

Donnerstag (Feiertag), 5. Mai 2016, 14 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx (Kulturreferentin Landkreis Cham)

noch ohne Termin

Führung durch die Ausstellung in Gebärdensprache (Termin wird noch bekannt gegeben)

 

Ein Blick in die Ausstellung

Bildergalerie