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Unverzichtbar für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen

REGENSBURG. Ein vollbesetzter Reisebus aus dem Norden der Oberpfalz kam auf Einladung von Toni Dutz, Wiesauer Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der CSU im Bezirkstag der Oberpfalz, in die Regensburger Bezirksverwaltung, um den „Bezirk, das unbekannte Wesen“ besser kennenzulernen.
„Kennen Sie in Ihrem Umfeld jemanden, der aufgrund des Alters pflegebedürftig geworden ist?“ fragte Abteilungsdirektor Hermann Krauß die Besucher und machte anhand zahlreicher Beispiele deutlich, dass für ältere und behinderte Menschen, aber auch für Kulturprojekte und –initiativen der Bezirk ein unverzichtbarer Partner ist. Denn die Bezirke in Bayern verschaffen mit finanziellen Leistungen den Menschen ein menschenwürdiges Leben, die behindert sind, Pflegeleistungen,  neurologische oder psychiatrische Hilfe brauchen. Der Leiter der Bezirkshauptverwaltung verdeutlichte auch den Unterschied zwischen dem mit gewählten Vertretern besetzten Bezirkstag der Oberpfalz und der als Mittelbehörde des Freistaates Bayern eingesetzten Regierung der Oberpfalz.

Im Jahr 2019 stemmt der Bezirk einen Haushalt von etwas mehr als einer halben Milliarde Euro, rund 92 Prozent verwendet der Bezirk für Sozialausgaben. Rund fünf Millionen fließen in den kulturellen Bereich für Denkmal- und Volksmusikpflege, Festspielförderung, Popularmusik, Laienspielberatung und 11 weitere Kulturförderprogramme. Für Fischer und Teichwirte sind die Fachberatung für Fischerei und der Teichwirtschaftliche Beispielsbetrieb in Wöllershof wichtige Ansprechpartner. Außerdem ist der Bezirk Träger des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen und der Berufsfachschulen für Musik, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe.

Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Bezirkssozialverwaltung, erläuterte die zahlreichen finanziellen Hilfen, die der Bezirk für Menschen mit Behinderung oder in der Hilfe zur Pflege erbringt. Über 190 Mitarbeiter kümmern sich um etwa 14.000 Menschen in der Oberpfalz, die einen gesetzlichen Anspruch auf Sozialhilfe haben. Im Rahmen des neuen bayerischen Teilhabegesetzes hat der Bezirk auch sein Beratungsangebot ausgebaut: Fachleute informieren in den Kreisverwaltungsbehörden und kreisfreien Städten über alle Fragen der „Hilfe zur Pflege“ und der „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ und übernehmen die Klärung von Zuständigkeiten im Sinne einer allgemeinen Erstanlaufstelle. Das neue Bundesteilhabegesetz ziele darauf ab, so Schreiner, neben den Leistungen zur Grundsicherung wie Miete oder Heizkosten über Fachleistungen den konkreten Hilfebedarf des einzelnen Menschen zu ermitteln und finanziell abzudecken. "In erster Linie steht nicht mehr die Förderung der sozialen Institutionen im Vordergrund, sondern der Mensch, der Unterstützung braucht", so der Leiter der Sozialverwaltung.

Die Besuchergruppe aus Wiesau lernte bei ihrer Fahrt nach Regensburg nicht nur die vielseitigen Dienstleistungen des Bezirks Oberpfalz besser kennen. Bei einer Stadtführung und dem Besuch der Weihnachtsmärkte am Nachmittag konnten sie auch den Charme der Regensburger Altstadt entdecken.