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Hand in Hand zur Genesung

Regensburg, 13. Oktober 2017. Die medbo und der Angehörigenverein haben gemeinsam Leitlinien für die Zusammenarbeit von Klinikmitarbeitern und Angehörigen von Patienten des Bezirksklinikums verfasst. Getragen sind die Leitsätze von der Erkenntnis, dass - neben der therapeutischen Arbeit - die familiäre Unterstützung der Patienten eine wichtige Stütze auf dem Weg zur Genesung sein kann.

Kommt ein Familienangehöriger in eine psychiatrische Behandlung, stelle das das Umfeld vor große Probleme, erläuterte Gundula Engel, die Vorsitzende des Angehörigenvereins, kurz ApK Regensburg. „Oft wissen die Angehörigen nicht, was mit dem erkrankten Familienmitglied los ist, was in einer psychiatrischen Klinik passiert und an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können“, sagte Engel bei der Vertragsunterzeichnung.

„Das ist mehr als ein Kompromiss, das ist eine sehr gute Leitlinie für eine Zusammenarbeit wie sie sich schon in der Vergangenheit bewährt hat und nun weiter ausgebaut werden soll“, führte medbo Vorstand Dr. Dr. Helmut Hausner aus. Die Inhalte des Vertrags kommen aus den Erfahrungen des täglichen Krankenhausbetriebes. „Es ist nur wichtig, dass wir auch künftig an diesem Vertrag arbeiten“, mahnte er beide Seiten zu regelmäßiger Evaluierung und Weiterentwicklung.

Damit die Leitsätze auch die Sichtweise der Patienten berücksichtigt, wurde der Verein Irren ist menschlich bei der Ausarbeitung miteinbezogen. Nicht allen Wünschen der Angehörigen kann immer stattgegeben werden, denn die ärztliche Schweigepflicht ist die Prämisse einer jeden Behandlung. Genau diesem Aspekt widmet sich der Vertrag in mehreren Punkten.

Weitere Punkte des Vertrags sind z.B. der Austausch zwischen Klinikleitung, Angehörigenvertretern und Vertretern der Psychiatrieerfahrenen, die Angehörigensprechstunde, Gruppenangebote für Angehörige und Weitervermittlung an Selbsthilfe und Beratungsstellen.