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Fit für Führung in der MedBO

Regensburg, 01.02.2010. Die Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH (MedBO) sorgt mit ihren Kliniken und Heimen an sechs Standorten für die Gesundheit der Bevölkerung in der Oberpfalz. Der Wandel im Gesundheitswesen und die finanziell schwierigen Zeiten setzen die Mitarbeiter, besonders die Führungskräfte, unter hohen Druck. „Wir möchten unsere angehenden Führungskräfte für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen vorbereiten. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass wir weiterhin in einem menschlichen und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen arbeiten“, betont Kurt Häupl, Geschäftsführer der MedBO. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Personalentwicklung (IBP) entstand so ein Entwicklungsprogramm für künftige Führungskräfte der MedBO.

„Früher reichte oft reines Expertenwissen oder eine lange Betriebszugehörigkeit für eine Führungsposition aus. Heute wird von Führungskräften ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Selbstorganisation und Managementkompetenz erwartet. In unserem zweijährigen Führungskräfte-Entwicklungsprogramm lernen die Teilnehmer deshalb praxisnah Führungsinhalte, -methoden und -instrumente kennen und anzuwenden“, so Horst Meisinger, Ressortleiter Personal. An der Qualifikationsmaßnahme nehmen derzeit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen teil: Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und Verwaltungsangestellte, die eine Führungsposition anstreben oder maximal über zwei Jahre Führungserfahrung verfügen, durchlaufen die elf Entwicklungsmodule. Grundlegendes Fachwissen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Arbeitsrecht, Unternehmensführung, Projekt- und Changemanagement wird mit realen betrieblichen Sachverhalten der MedBO vermittelt. Instrumente der Führungskommunikation, Besprechungsmethoden und Entscheidungstechniken werden vorgestellt und eingeübt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in einem Dienstleistungsunternehmen wie der MedBO wichtigstes Kapital. Die künftigen Führungskräfte lernen deshalb in Seminaren sowohl den Einzelnen zu fördern als auch das Zusammenwirken im Team beziehungsweise zwischen Berufsgruppen zu unterstützen und zu optimieren. Abgerundet wird dieses Programm durch individuell abgestimmte begleitende Maßnahmen, wie zum Beispiel Einzel- oder Gruppencoaching, Kleinprojekte und dem so genannten „job cross over“.

Im „Job cross over“ lernt ein Mitarbeiter ein ihm fremdes Aufgabengebiet und einen andersartigen Arbeitsplatz kennen. Dies kann sowohl firmenintern als auch firmenübergreifend stattfinden. Sieben Ausbildungsteilnehmer nahmen das Angebot wahr, in die auf den ersten Blick scheinbar ganz andere Berufswelt einer Bank zu sehen. Jeder von ihnen konnte drei Tage lang einen Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Nürnberg bei all seinen Aufgaben begleiten und die Grundlagen und Methoden der Tätigkeiten hinterfragen. Nach diesen beiden Tagen fand ein Erfahrungsaustausch statt. Einstimmig stellten die Teilnehmer fest, dass Mitarbeiterführung, Kundenorientierung und auch die Strukturierung von Arbeitsabläufen sowohl im Krankenhaus wie auch in einer Bank zu den vordringlichsten Aufgaben der Führungskräfte gehören. „Dem Einfluss auf den Heilungserfolg sind bei uns in der Medizin leider immer noch natürliche Grenzen gesetzt. Diese Fortbildung und vor allem auch dieses ‚job cross over’ haben aber gezeigt, dass die Abläufe in jedem Unternehmen strukturiert und optimiert werden können. Tun wir dies, so haben wir mehr Zeit für unsere Patienten und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit unserer Kliniken und Heime,“ reflektierte Dr. Helmut Hausner, Oberarzt und Leiter der Tagesklinik für Psychiatrie in Cham.