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Ausstellung "Wie klingt die Oberpfalz?"

"Wie klingt die Oberpfalz?"

Können Menschen ihre Heimatregion anhand bestimmter Klänge erkennen? Kann ein Nordoberpfälzer nur mit den Ohren seine Heimat hören?  

Diese Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Universität Regensburg und zweier Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz: der Bezirksheimatpflege und der Fachakademie für Raum- und Objektdesign in Cham.

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Die aktuellen Ausstellungstermine und Orte:

  • 16.03.2016-15.06.2016: Universitätsbibliothek Regensburg
  • Juni - September 2017: ředitel Vlastivědného muzea Dr. Hostaše v Klatovech (Dr. Hostaš- Heimatmuseum in Klattau)

 

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35 Studenten der Vergleichenden Kulturwissenschaft und der Medieninformatik der Universität Regensburg haben sich mit zehn Studierenden der Fachakademie für Raum- und Objektdesign in Cham zusammengetan, um die Oberpfalz in ihren Klängen darzustellen. „Die Ausstellung ist der erste Versuch, eine ganze Region nur über ihren Klang darzustellen. "Bisher geschah dies ausschließlich am Beispiel von Städten“, erläutert Dr. Manuel Trummer vom Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft, der das Projekt betreut. Höre man das Läuten des „Big Ben“, so habe man sofort London vor Augen. Doch wie klingt eine ganze Region?

Die Ausstellungsmacher haben die gefundenen Klänge auf neun Themenfelder konzentriert, in denen sich die Alltagskultur der Oberpfalz abbildet: Sprache, Grenzen, Ernährung, Arbeiten, Freizeit, Wohnen und Familie, Bräuche, Musik sowie Natur. Als nächster Schritt wurden diese Themen dann mit Klängen, Geräuschen oder Klangcollagen „untermalt“.

Die architektonische Umsetzung und Inszenierung dieser Klänge übernahmen die Studierenden der bezirkseigenen Fachakademie für Raum- und Objektdesign. Sie schufen die Klangboxen, die im Design bewusst reduziert sind zugunsten der Klänge. „Mittels der Öffnungen in den Klangboxen haben Besucher die Möglichkeit, förmlich in den Sound der Oberpfalz einzutauchen und sich so akustisch voll und ganz auf ein Thema einzulassen“, erläutert Dr. Trummer. Ergänzt werden die Klangboxen von multimedialen Elementen wie Texttafeln, Spielen, Fotografien und einem Film. Zusätzliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themen liefert darüber hinaus ein Libretto, das als Leitfaden durch die Ausstellung dient.

Für Bezirkstagspräsident Franz Löffler ist die Ausstellung eine intensive Auseinandersetzung mit der Oberpfalzer Heimat. Besonders bemerkenswert sei für ihn die Zusammenarbeit der Ausstellungsmacher, die zum Teil aus der Oberpfalz stammen, aber auch von ganz woanders herkommen und bei diesem Projekt die Oberpfalz intensiv kennenlernen konnten.

Auch Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl freut sich über die gelungene Wanderausstellung, mit der die Bezirksheimatpflege in der ganzen Oberpfalz wahrgenommen werde. „Das Wichtigste ist: Kopf in die Box stecken!“ appelliert Dr. Appl an die Besucher.

Hier finden Sie eine Reportage des Senders OTV zur Ausstellung im Dr. Eisenbarth- und Stadtmuseum Oberviechtach 2014

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