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Psychiatrie und Politik wollen Forschung voranbringen

Wöllershof, 19. Februar 2018. Der Koalitionsvertrag ist noch nicht unterzeichnet und schon wird begonnen, ihn mit umsetzbaren Inhalten zu füllen. Bezirkstagspräsident Franz Löffler lud den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und die Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Rainer Rupprecht aus Regensburg und Prof. Dr. Peter Falkai aus München zu einem Austausch nach Wöllershof ein.

Albert Rupprecht, der forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag, informierte sich genau über derzeitige und künftige Forschungsansätze bei psychischen Erkrankungen. Er berichtet, dass der Erforschung psychischer Erkrankungen ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden soll. Rupprecht betonte, dass bei einer nachhaltigen Forschungsförderung durch den Bund sowohl wissenschaftliche Exzellenz als auch die Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse gesichert sein müssen.

„Es hat sich vieles verbessert, aber es gibt noch großes Potential“, so der Abgeordnete. Die beiden Wissenschaftler Rupprecht und Falkai legten ihren Schwerpunkt bei dem Austausch auf die Notwendigkeit der Langzeitstudien und institutionalisierten Einrichtungen. Ein Ziel sei es, vernetzte Zentren, wie sie bereits im Bereich der Krebsmedizin erfolgreich arbeiteten, auch für psychische Erkrankungen einzuführen, um Diagnose und Therapie optimal auswerten zu können. Die Forschungsergebnisse sollen in eine erfolgreiche Behandlung von psychischen Erkrankungen einfließen, und aus vereinsamten, arbeitslosen psychisch Kranken sollen im besten Fall wieder arbeitende Menschen mit Familie werden.